Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte e. V.

Die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte e. V. (GDNÄ) ist die älteste deutsche wissenschaftliche Vereinigung. Sie wurde im Jahr 1822 von dem Naturphilosophen und Arzt Lorenz Oken gegründet. Der Name der GDNÄ hat sich aus dieser Zeit erhalten, damals wurde die heute ungewöhnliche Bezeichnung
„Naturforscher“ für den Beruf der Naturwissenschaftler verwendet. Mit der ersten Versammlung, die am 18. September 1822 in Leipzig stattfand, wird die GDNÄ auf ihren zunächst jährlichen Zusammenkünften zum zentralen Vortrags- und Diskussionsforum neuer Forschungsergebnisse. Bis in das
20. Jahrhundert war die GDNÄ ein wichtiges Forum für grundlegende Auseinandersetzungen in der Medizin und in den Naturwissenschaften. Als Folge einer zunehmenden Spezialisierung gingen aus der GDNÄ zahlreiche Fachgesellschaften
hervor, in denen heute die Fachdiskussionen geführt werden. Die GDNÄ bleibt bei ihrem breiten Spektrum und setzt seit ihrer Neugründung nach dem zweiten Weltkrieg die Tradition des Dialoges zwischen den Wissenschaften sowie zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit auf den Gebieten der Naturwissenschaften, Medizin und der Technik fort.

Ziele der GDNÄ sind:

  • Förderung des wissenschaftlichen Austauschs über die Grenzen der naturwissenschaftlichen, technischen und medizinischen Fachdisziplinen hinweg.
  • Vermittlung von Faszination und Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnis gegenüber einer interessierten Öffentlichkeit.
  • Förderung naturwissenschaftlich-technischer Bildung und Ausbildung.

Versammlungen der GDNÄ

GDNÄ Verhandlungsband 2010

Die Versammlungen der GDNÄ finden alle zwei Jahre an wechselnden Orten in Deutschland statt. Jede Versammlung steht unter einem Schwerpunktthema. Forscher unterschiedlicher Disziplinen stellen in verschiedenen Symposien und Sektionen neuste Forschungsergebnisse vor, die sie anschaulich präsentieren und mit dem Publikum diskutieren.

Die 126. Versammlung fand 2010 in Dresden statt. Zuvor tagte die GDNÄ 2008 in Tübingen und 2006 in Bremen. Das Publikum sind Fachkollegen aus den Naturwissenschaften, den Ingenieurwissenschaften und der Medizin, Studierende aller Fachrichtungen und Personen, die an den Themenbereichen interessiert sind. Den Versammlungsteilnehmern wird durch eine kompetente und allgemein verständliche Vermittlung ein ansprechendes Vortragsspektrum geboten, ohne dass dabei der Anspruch an Wissenschaftlichkeit aufgegeben wird.

Alexander von Humboldt-Medaille

Lorenz-Oken-Medaille

Lorenz-Oken-Medaille

Mit der Eröffnungsveranstaltung verleiht die Gesellschaft in einem Festakt die Lorenz-Oken-Medaille und – erstmals 2010 in Dresden – die Alexander von Humboldt-Medaille.

Die Lorenz-Oken-Medaille wird Persönlichkeiten verliehen, die besonders zur Interpretation und Verbreitung naturwissenschaftlicher oder medizinischer Erkenntnisse beigetragen haben. Die Alexander von Humboldt-Medaille wird Menschen verliehen, die sich um die GDNÄ besonders verdient gemacht haben.

Kulturelle Rahmenprogramme sowie öffentliche Abendvorträge runden jede Versammlung ab.

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